Linux Distribution Backtrack 4 veröffentlicht

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Trackback 4 Backtrack 4, mit Codename [pwnsauce] hat das Licht der Öffentlichkeit erreicht.
Backtrack ist bekannt für die Vielzahl der installierten Sicherheitswerkzeuge. Zu denen gehören Netzwerk-Sniffer, Schwachstellenscanner und Analysetools. Auch gehören verschiedene Tools dazu, die der Überprüfung von Wlan- und z.B. Bluetooth Verbindungen dienen.

Unter der KDE 3.5.10 – Haube versucht ein Kernel 2.6.30.9 alles Andere zu regeln.

Nach eigenem Ermessen der Entwickler ist Backtrack die umfangreichste Distribution ihrer Art.

Frisch zur Veröffentlichung gibt es auch eine neue Webpräsenz. Auf dieser gibt es neben den Foren einen Block und auch kostenpflichtige Online- sowie Live-Trainings. Im angebotenen Forum gibt es schon eine Vielzahl von User-Videos, die einem den Umgang mit den Sicherheitstools näher bringen sollen. Alles in allem bietet die Webpräsenz viel Information rund zum Thema Backtrack und Sicherheit.

Backtrack startet mit der Shell und ein startx bringt uns den links gezeigten Desktop den Monitor. Die Nutzung von KDE 3 kommt mir persönlich sehr entgegen, da ich mit KDE 4 nur sehr wenig anfangen kann. Der Desktop empfängt uns sehr aufgeräumt:

Backtrack 4 KDE 3.5 Desktop

Nur ein Link zu einem Install Script lacht einen an und ein immerhin sehr schön gestalteter Desktop-Hintergrund. Was mir direkt aufgefallen ist, dass im Tray Bereich unten rechts kein Icon eines Netzwerkmanagers auftaucht. Das liegt daran, dass Backtrack aus Sicherheitsgründen erst einmal ohne Netzwerk startet. Ein beherztes /etc/init.d/networking start und schon versucht Backtrack via DHCP über alle verfügbaren Kanäle an eine IP Adresse zu gelangen. Da viele User zu Hause nur noch über geschütze Wlan’s unterwegs sind, ist der Aufruf von /etc/init.d/wicd start und danach der Start von wicd-client erforderlich, um komfortabel die Wlan Zugangsdaten eingeben zu können.

Die Tastatureinstellung kann sofort komfortabel über das “KDE Keyboard Tool” geändert werden.

Als “normale” Anwendungen sind diverse Browser und andere Internet-Kommunikationstools,  verschiedene Utilitys wie Packer und Editoren und Image-Viewer installiert. Eine Büro-Suite sucht man erst einmal vergebens und das ist auch nicht die Ausrichtung von Backtrack.

Ferner können diverse sicherheitsrelevante Dienste bequem über das Menü gestartet bzw. beendet werden.

Das Installscript startet das gewöhnliche Ubuntu Install ohne die Abfrage der Sprache und des Usernamens, generell ist der User “root” mit dem Passwort “toor” eingerichtet. Nach der Installation sollte dann per passwd das Passwort des Users “root” geändert und für normale Arbeiten ein einfacher Benutzer mit eingeschränkten Rechten angelegt werden.

Nach der Installation klappt das Umschalten auf die deutsche Sprachumgebung nicht, da das Paket language-selector-qt fehlt. Dieses und das language-pack-kde-de Paket mit Abhängigkeiten sollten erst per Synaptic nachinstalliert werden. Danach kann über die KDE Einstellungen die deutsche Sprachunterstützung nachgeladen und aktiviert werden.


Geschrieben von an Dienstag, 12. Januar 2010. Schlagworte Software. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag durch den RSS 2.0. Sie können eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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