public: Opera 10.60
Gestern Abend gab es Joseph B.- Lien in seinem Opera Blog bekannt.
Mit der Version 10.60 kommen zwei echte Verbesserungen auf Linux User zu:
Zum Ersten ist die 10.60 seit der 10.10 wieder die erste stabile Version und diese wird es auch in die Repositories schaffen, wenn keine gravierenden Fehler zu finden sind. Zum Zweiten benötigt die 10.60er keine libqt3_mt Bibliothek mehr.
Opera nutzt jetzt das, was da ist oder bringt eine einfache eigene Lösung mit. So bleibt dem GNOME User erspart, sich KDE Bibliotheken auf das System holen zu müssen.
Andere Dinge wie Geschwindigkeitsvorteile bis zu 50% scheinen mir eher marktschreierische Qualitäten zu haben.
Zudem wurde WebM Support implementiert. Opera hatte das Format H.264 strickt abgelehnt und ist für offene Standards eingetreten. Und mit dem eingebauten WebM Support ist Opera auch der erste Browser, der dieses Format in einer finalen Version unterstützt.
Und dennoch haben wir uns die 10.60 einmal genauer angeschaut und auch den Vorgänger getestet…. wegen der 50% natürlich. :-)
Fangen wir also mit der 10.10er Version erste einmal an. Diese Version ist zur Zeit noch über die Repositories zu erhalten und verlangt auch nach der Qt3 Bibliothek. Getestet wird auf einem Linux Mint 9 GNOME System in einer VMWare Umgebung mit 3D Unterstützung und 4GB RAM.
Einen Aufruf der linuxmintusers.de Website schafft er immerhin ohne Cache in knappen 5 Sekunden im Mittel (3 Versuche zu unterschiedlichen Zeiten). Dann müsste ja quasi die neue Version mit halsbrecherischen 2,5 Sekunden auskommen. Wir werden sehen.
Gleich fällt der Version auf, dass sie veraltet ist und das wollen wir natürlich nutzen.
Über gedebi installiere ich die 10.60er, die dann auch über das Menü abrufbar ist.
Nachdem ich dann auch der überflüssigen Qt3 Bibliothek die rote Karte gezeigt habe, sprich vom System durch Deinstallation entfernt habe, kann ich einen Performance Zuwachs beim Aufruf der Seiten, der sich im Bereich 20-40% bewegt, feststellen. Die komplette spiegel.de Website durch die VMWare durch in ca. 5 Sekunden bei zu ladenden 143 Objekten ist eine gute Zeit, im Turbomodus spart der Browser sich nochmals 1 – 2 Sekunden.
Gleichzeitig benötigt Firefox 3.6.3 für das Laden der spiegel.de auch nur zwischen 3 & 4 Sekunden.
Diese Ladezeit Ergebnisse haben auch bei mehreren Versuchen und anderen Website ihren Bestand.
Fazit hier: Schneller geworden ja, aber nicht unbedingt schneller wie andere. Trotzdem gebe ich zu Bedenken, dass meine Testergebnisse für mein System hier (Hardware, Treiber, Anbindung etc.) aussagekräftig sind. Für den Hersteller von Opera ist sein Testsystem und die dort erzielten Ergebnisse ausschlaggebend. Und das gilt für jedes System und auch für die meisten Vergleiche dieser Art.
Opera ist voll mit Funktionen, was nicht immer zu Übersichtlichkeit beiträgt:
Opera bringt nicht nur einen Mail-, FTP- und Chat-Client mit, sondern gleich einen kleinen Web Server.
Und tatsächlich habe ich nach 5 Minuten via Operas “Unite-Dienst” einen kleinen Passwort geschützten Webserver laufen und könnte jetzt Webseiten veröffentlichen. Das dieser Dienst durch eine Firebox Firewall durchzugehen scheint, ist weniger schön, aber nun gut.
Da mir Opera von der Bedienung her ganz gut gefällt und auch die Geschwindigkeit gut ist, werde ich diese Software die nächsten Wochen einmal genauer testen und diesem kleinen Bericht einen neuen anhängen.







