LM Debian
Am 7. September stellte das Linux Mint Team rund um Clement Lefebvre LMDE vor. Eine Linux Mint Version, die auf dem Debian “testing” Release basiert und damit zu einer Distribution wird, die ständig mit Veränderungen versorgt wird.
Hier werden keine festen Zeiten für neue Software vorgegeben, hier werden Änderungen, Verbesserungen und neue Versionen permanent eingespielt. Bei Debian wird aus dem “testing” Release irgendwann mal das “stable” Release und aus “stable” das “oldstable”.
Das LM Team möchte dadurch mehr Flexibilität erreichen und eine gewisse Unabhängigkeit von Ubuntu. Inwieweit die Stabilität darunter zu leiden hat, wird sich herausstellen. Durch die Vorfilterung der Pakete durch die Linux Mint Aktualisierungsverwaltung kann vieles, was vielleicht zu Instabilität führen würde, abgehalten werden.
Vor 3 Jahren, zu Zeiten von Linux Mint 4.0 Daryna, begannen die Arbeiten an LMDE. Damals konnte aber nicht mit vollem Elan an diesem Projekt gearbeitet werden, so schlief es wieder etwas ein. Bis nun nach der Linux Mint 9 LTD das Team sich auf die Entwicklung von LMDE stürzte.
LMDE soll es zukünftig in einer 32- und 64-bit Version jeweils mit KDE, Xfce, Fluxbox and LXDE zur Auswahl geben. Das hängt allerdings auch von den Zuspruch der User ab, den sie LMDE entgegen bringen werden. Über 500 Kommentare bei dem Blogeintrag der Veröffentlichung spricht auf jeden Fall schon einmal für sich.
Genug zur Einführung, wollen wir uns das neue Linux Mint Baby auf seiner LIVE-DVD einmal genauer anschauen.
Die Installation mit dem eigens neu entwickelten Installer ist schnell erledigt.
Nach dem Neustart zeigt sich der hinlänglich bekannte Linux Mint Desktop im grünen Gewand. Noch deutet Nichts auf den geänderten Unterbau hin. Obwohl es gefühlt zügiger geht, die Fenster reagieren etwas schneller. Selbst in der VM mit 1024 MB RAM merke ich das. Dieser Test wird aber auch noch eine Installation auf einem Sony Vaio Multimedia Laptop beinhalten.
Die Aktualsierungsverwaltung verrichtet auch hier ihren Dienst.
mintInstall, respektive die Softwareverwaltung arbeitet auch hier gewohnt gut.
Soweit alles okay und beim Alten. Gehen wir mal ins Web und schauen mal, was das geht. Ein Besuch bei Charlie, Jake und Alan beweißt, dass Flash funktioniert.
Allerdings kommt mir FF noch in Englisch entgegen, was ich geändert haben möchte. Das ist mit dem richtigen Paket schnell passiert
Schauen wir mal unter die Haube. LMDE bringt einen 2.6.32er SMP Kernel mit.
Das System meldet die aktuelle Test-Distribution “squeeze”
“sid” ist demmnach die unstabile Distribution, etwas undurchstichtig, aber na gut. In “sid” wird der grösste Anteil der Entwicklungsarbeit geladen, von das geht es in das “testing” und von dort in ein offizielles Release wie z.B. “Lenny”. Da es Jahre dauern kann, bis die neuen Pakete das offiziele Release erreichen, gibt es die “rolling distributions” wie “sidux” und jetzt “LMDE”. Diese Distributionen haben kein festes Erscheinungsdatum, sondern werden laufend geändert, gepflegt und mit neuem “Stoff” versorgt. Sie bewegen sich halt, was den Softwarestand angeht. Es ist die Aufgabe der Distributoren, diese “rolling distribution” dennoch in einem gewissen Maße stabil zu halten, damit es überhaupt etwas bringt damit zu arbeiten. Also muss ein gesunder Mittelweg zwischen Stabilität und Aktualität gefunden werden.
Durch mintUpdate, indem Einstellungsmöglichkeiten vorhanden sind, welche Pakete geladen werden, könnte dies ganz gut möglich sein. Dies bleibt aber abzuwarten.
Nach einer erneuten Installation, nicht in einer VM, sondern auf einer realen Hardware, einem “Sony Vaio” “VGN-AW31M” liegen 292 empfohlene Updates an. Hier eine kleine Auswahl:
Man sieht, dass den Paketen die Zahlen 1,2 und 3 vorangestellt sind. Das kommt daher, dass es in mintUpdate diese Einstellungsmöglichkeiten gibt:
Damit wäre es theoretisch möglich, eine sich bewegende Distribution wie “LMDE” stabil zu halten und in den Genuß aktueller Entwicklungen zu kommen, vorausgesetzt das Linux Mint Team macht seine Hausaufgaben. Diese Aufgaben kann das Team aber auch nur erfüllen, wenn User Probleme (Bugs) melden und auch ab-und-zu eine Spende fließt, damit der ein oder andere Entwickler vom Hobby-Freetime-Job sich sein Leben damit finanzieren und vollzeitmäßig an Linux Mint arbeiten kann.
Teil II. folgt die Tage.
Wir werde die neue Version testen.






wobei ja angeblich mintupdate noch NICHT(!) an lmde angepasst ist – klar sind kernel oder xorg-update ein wenig “gefährlicher”, aber momentan tut’s glaub ich ein gutes altes apt-get dist-upgrade ebenso. Vor allem da testing sowieso recht stabil ist und jetzt nach dem freeze (und bis squeeze “stable” wird) erst recht….
@jemand
das ist ein guter Einwand mit dem Einfrieren, das stimmt natürlich, aber dann kommt der ganze Schwung Neuerungen rein. ;-)
Hallo, zusammen,
da ich seit einer kleiner Spielerei mit Mint LXDE ein Stammkunde geworden bin, hab ich schon etliche Varianten
getestet:
LXDE 9 gut und schnell, leider keine Möglichkeit,
Nicht-Menü-Programme vom Panel aus zu starten.
XFCE 9 hat diese Möglichkeit und ist besser Konfigurierbar ( Mauszeigergröße etc.)
LMDE im Prinzip gut, doch manche Dinge haken:
Esprimo Athlon DualCore Stromsparrechner bleibt im Ruhezustand und wacht nicht mehr auf.
Menü ist mir nicht angenehm, starke Konzentration nötig, um auf der Zeile zu bleiben bei Suchfunktion
Bin gespannt, wie der zweite Teil des Tests von Neo67
verläuft (Läppi und ACPI)